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Gesetzeslage

Unter Klinikmitarbeitern und Krankenpflegepersonal kommt es regelmäßig zu Zwischenfällen mit "scharfen medizinischen Gegenständen". Die Zahl wird auf 3,5 Millionen Unfälle pro Jahr weltweit geschätzt. Viele dieser Fälle können auf Missgeschicke mit IV Kathetern, Induktions-Spritzennadeln, Blutentnahme-Geräten und Gefäßzugangsnadeln zurückgeführt werden.

Eine Nadelstichverletzung oder Blutkontakt kann verheerende Auswirkung auf die Gesundheitseinrichtung, die Praxis und das Opfer haben, das sich daraufhin auf eine mögliche durch Blut übertragene Krankheit testen lassen muss. Ein Opfer, das sich eine Infektion oder Krankheit zugezogen hat, braucht medizinische Behandlung und muss im Zweifelsfall mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen rechnen.

Der beste Weg, Nadelstiche und Blutkontakt zu vermeiden, ist das rechtzeitige Einführen von Schutzmaßnahmen.

Safety On Point

Kanada

In Kanada werden berufsbedingte Sicherheits- und Gesundheitsprogramme auf Länderebene organisiert und verwaltet.

Alberta

Der Alberta Occupational Health and Safety Code (2009) führt aus, dass seit dem 1. Juli 2010 Arbeitgeber sicherstellen müssen, dass Mitarbeiter nicht unkontrolliert blutübertragenen Erregern ausgesetzt sind. Der Arbeitgeber muss sicherheitsgeschützte medizinische scharfe Gegenstände zur Verfügung stellen und sicherstellen, dass diese in den entsprechenden Anwendungsfällen zum Einsatz kommen.

British Columbia

Die Gesetzgebung von British Columbia verlangt entsprechend der Arbeitsschutzbestimmung (OHSR), dass bei jeder medizinische Prozedur, die den Gebrauch von medizinisch scharfen Geräten verlangt, ein sicherheitsgeschütztes Gerät verwendet wird.

Ontario

Das Ontario Gesetz 474/07 umfasst die Nutzung von sicherheitsgeschützten Nadeln, darunter insbesondere Hohlnadeln und Geräte ohne Nadeln. Die Vorgabe verlangt, dass Arbeitgeber diese sicherheitsgeschüzten Geräte, die für entsprechende Arbeit geeignet sind, bereitstellen und Arbeitnehmer diese auch nutzen.

Der Entwurf 179 2005 "Safe Needles Save Lives Act" erweitert das Gesetz und verlangt, dass Arbeitgeber Geräte wählen, die das Unfallsrisiko von Verletzungen so weit wie möglich senken: sowie das sie diese Geräte ihren Mitarbeitern aktiv anbieten, damit sie von diesen auch genutzt werden.

Es verlangt vom Arbeitgeber, seine Mitarbeiter auszubilden und Informationen über Folgendes zu liefern:

  • Risiken im Zusammenhang mit unbeabsichtigtem parenteralem Kontakt mit medizinischen scharfen Geräten.
  • Sicherheitsgeschützte scharfe medizinische Gegenstände und ihre Anwendung.
  • Praktiken am Arbeitsplatz, um die Risiken eines unbeabsichtigt parenteralen Kontakts mit scharfen medizinischen Gegenständen zu reduzieren.
  • Und jede andere Information, die für die Reduzierung des unbeabsichtigt parenteralen Kontakts mit scharfen medizinischen Gegenständen notwendig ist.

Manitoba

S.M. 2005, c. Der “Workplace Safety and Health Amendment Act (Needles in Medical Workplaces)” Nummer 15 verlangt, dass sobald Hohl- oder intravenöse Nadeln an einem medizinischen Arbeitsplatz verwendet werden der Arbeitgeber sicherstellen muss, dass Mitarbeiter nur sicherheitsgeschützte Nadeln verwenden und dass Arbeitsplatzprozeduren und -praktiken für medizinische Geräte immer bereit sind. Das schließt die Recherche und Erstellung eines Berichts über die Nadelstichverletzung mit ein.

Hilfreiche Links/Ratgeber:

Sichere Arbeitsplätze

Ontario Safety Association for Community & Healthcare (OSACH) Safety Engineered Medical Sharps (SEMS)

Regionen:

Nordamerika

Länder:

Kanada

Die USA

In den USA gibt es schon seit mehr als zehn Jahren gesetzliche Regelungen zur Sicherheit vor Nadelstichverletzungen. Das Gesetz zur Sicherheit vor und Prävention von Nadelstichverletzungen wurde bereits am 6. November 2000 unterzeichnet. Dieses Gesetz soll die Richtlinien der Occupational Safety and Health Administration (OSHA) umsetzen und verplfichtet Arbeitgeber dazu, sicherere Materialien einzuführen, welche die Anzahl an Stichverletzungen, vermindern sollen. So sollen schädliche Kontakte mit pathogenem Blut unterbunden werden.

Bereits 1991 veröffentlichte OSHA einen Ratgeber, der nationale Standards zu Berufsrisiken und pathogenem Blut darlegten. Diese Standards setzen Leitlinien fest, nach denen sich Arbeitgeber zu richten haben, deren Mitarbeiter häufig Blut, Viren oder anderen Mikroorganismen ausgesetzt sind, die Krankheiten wie HIV oder Hepatitis B und C verursachen können. Wegen des stetigen Fortschritts im Bereich der medizinischen Arbeitsgeräte seit der ursprünglichen Veröffentlichung des OSHA Standard, erließ der US-amerikanische Kongress im Jahr 2000 ein weiteres Gesetz, den Nadelstich Sicherheits- und Präventions-Akt. Der Standard für blutübertragene Pathogene wurde letztmals im Jahr 2001 überarbeitet.

Zusammenfassung des Nadelstich Sicherheits und Präventions-Akt

Der Nadelstich Sicherheits- und Präventions-Akt legt fest, dass für die Reduzierung oder Eliminierung des Risikos von Nadelstichverletzungen mehr Wert auf die Sicherheit der verwendeten Materialien gelegt werden muss. Die neueren Richtlinien beinhalten Revisionen der Risikokontrollpläne und legen das Führen eines Verletzungs-Logbuchs nahe. 

Risikokontrollplan

Die neuen Bestimmungen schreiben es dem Arbeitgeber vor:

  • Innovationen im Bereich der medizinischen Eingriffe und Technologien bezüglich der Mitarbeitersicherheit in Beschlag zu nehmen. Neue Sicherheits-Technologien zur Reduzierung von Nadelstichverletzungen laufend einzuführen.
  • Den Analyse-Prozess zur Auswahl neuer medizinischer Geräte und ihrer intendierten Nutzung offenzulegen, zu dokumentieren und zu rechtfertigen.
    • Generell gibt es keinen scharfen medizinischen Gegenstand, der für alle in der Krankenpflege vorkommenden Zwecke genutzt werden kann. Es liegt also an den Arbeitgebern, diejenigen Geräte auszuwählen, die Patienten und Arbeitnehmer am wenigsten einer Gefahr aussetzen und ihrem Zweck vollumfänglich dienen. Sie müssen also Geräte wählen, die das Risiko einer Verletzung durch ein kontaminiertes Gerät so unwahrscheinlich wie möglich machen.
  • Auch Arbeitnehmer, die keine Rolle im Management haben, sollten in diese Auswahl mit eingebunden sein. Deren Input während des Auswahlprozesses sollte im Risikokontrollplan dokumentiert werden.

Verletzungslogbuch

Arbeitgeber, deren Mitarbeiter in der Vergangenheit potenziell kontaminiertem Blut bei eine Unfall ausgesetzt waren, müssen zusätzlich zu einem gewöhnlichen Logbuch für Arbeitsunfälle ein Logbuch für Schnitt- und Stichverletzungen führen.

Das Logbuch für Schnitt- und Stichverletzungen sollte:

  • den Datenschutz der Arbeitnehmer gewährleisten;
  • den Typ und die Marke des Geräts erwähnen, das bei dem Unfall beteiligt war;
  • den Ort des Unfalls protokollieren;
  • eine Beschreibung des Unfalls beinhalten.

Hilfreiche Links/Ratgeber:

Berufsbedingter Kontakt zu blutübertragenen Pathogenen; Nadelstiche und andere Verletzungen durch scharfe und spitze Gegenstände; Finale Regel

Nationales Institut für Arbeitsschutz und Gesundheit am Arbeitsplatz (NIOSH)  

Nadelstichverletzungen im Gesundheitswesen verhindern

Regionen:

Nordamerika

Länder:

Vereinigte Staaten

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